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Glossar

Aktivierende Pflege

Unter aktivierender Pflege ist eine alltägliche Pflegepraxis zu verstehen, die die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Menschen fördert. Diese Form der Hilfe zur Selbsthilfe soll Pflegebedürftigen mehr Selbstbewusstsein vermitteln und aufzeigen, in wie weit der Alltag von den Betroffenen noch allein oder unter Beaufsichtigung bzw. Anleitung oder Unterstützung bestritten werden kann. Die aktivierende Pflege soll den Pflegebedürftigen insbesondere dabei unterstützen, trotz seines Hilfebedarfs vorhandene Selbstversorgungsaktivitäten zu erhalten und solche, die verloren gegangen sind, zu reaktivieren.

Behandlungspflege

Die Mithilfe bei ärztlich angeordneten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen wird als Behandlungspflege bezeichnet.
Pflegemaßnahmen nach ärztlicher Anordnung wie z. B. Verbandwechsel, Injektionen, Verabreichung von Medikamenten etc.

Betreutes Wohnen

Wohnform in der eigenen Wohnung, bei der man zusätzlich zum Mietvertrag einen Betreuungsvertrag abschließt, der bestimmte Dienstleistungen (z. B. Hausnotruf, präventive Hausbesuche etc.) beinhaltet.

DMP

Ziel der Disease-Management-Programme (DMP) in der gesetzlichen Krankenversicherung ist es, die Versorgung bei chronischen Erkrankungen zu verbessern.

Chronisch kranke Patienten sollen durch eine aufeinander abgestimmte und kontinuierliche Betreuung mehr Lebensqualität erlangen und vor Spätfolgen ihrer Erkrankung weitgehend bewahrt werden.

Wesentlicher Baustein der DMP sind strukturierte, evaluierte und zielgruppenspezifische Schulungsprogramme, die den eigenverantwortlichen Umgang der Patienten mit ihrer Erkrankung trainieren und die Compliance erhöhen sollen.

Früherkennung/Check-up

Schwere Erkrankungen wie Krebs können uns in jedem Lebensabschnitt treffen. Damit Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden können, bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten so genannte Früherkennungsuntersuchungen an. Denn die Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten sind meist umso besser, je eher eine Krankheit erkannt wird. Früherkennungsuntersuchungen sind ein wesentlicher Teil der Prävention.

Für Früherkennungsuntersuchungen muss keine Praxisgebühr bezahlt werden. Die Krankenkassen können ihren Versicherten einen Bonus gewähren, wenn sie regelmäßig an den Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Für jüngere Versicherte ist die regelmäßige Teilnahme an den empfohlenen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen künftig Voraussetzung, um im Fall einer späteren chronischen Erkrankung die verminderte Belastungsgrenze bei den Zuzahlungen in Anspruch nehmen zu können. Diese Regelung gilt ab 1. Januar 2008.

Grundpflege

Darunter werden in der Pflege vor allem körperbezogenen, nicht-medizinische Tätigkeiten wie z. B. hilfe beim Waschen / der Körperpflege, bei der Ausscheidung etc. verstanden.

Häusliche Krankenpflege

Die häusliche Krankenpflege umfasst in der Regel die Grund- und Behandlungspflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung im erforderlichen Umfang.

Sofern durch häusliche Krankenpflege ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden kann oder wenn ein Krankenhausaufenthalt geboten, aber aus bestimmten Gründen nicht ausführbar ist, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten je Krankheitsfall für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen, in begründeten Ausnahmefällen auch länger.

Außerdem erhalten Patientinnen und Patienten Behandlungspflege, wie zum Beispiel Verbandswechsel, wenn dies zur Sicherung der ärztlichen Behandlung erforderlich ist.

Darüber hinaus kann häusliche Krankenpflege aber auch an anderen geeigneten Orten wie Schulen, Kindergärten und – bei erhöhtem Pflegebedarf, der durch die Einrichtung selbst nicht abgedeckt werden kann – auch in Werkstätten für Behinderte erbracht werden.

Heilmittel

Heilmittel wirken überwiegend äußerlich zur Heilung oder Linderung einer Krankheit auf den Körper ein. Er umfasst ausschließlich Dienstleistungen, z.B. Maßnahmen der physikalischen Therapie (z.B. Massagen), Leistungen der Sprachtherapie und der Ergotherapie. Heilmittel können nur bei einer ärztlichen Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden. Als Zuzahlung sind zehn Prozent der Kosten zuzüglich zehn Euro Verordnungsgebühr zu zahlen.

Integrierte Versorgung

Die Integrierte Versorgung ist eine neue, sektorenübergreifende Versorgungform im Gesundheitswesen. Die drei Leistungsbereiche des Gesundheitswesens - die ambulante, die stationäre und die rehabilitative Versorgung von Patienten, sollen besser vernetzt werden. Arztpraxen, Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste sowie andere Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sollen verstärkt miteinander kooperieren. Eine solche Vernetzung kommt in erster Linie den Patienten zugute. Denn ein besserer Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten und die gemeinsame Arbeit an einem klar definierten Therapieziel sind die Grundvoraussetzungen für eine effiziente Versorgung.

Für die Teilnahme an einem integrierten Versorgungsangebot müssen die Krankenkassen ihren Versicherten einen Wahltarif anbieten und können diese mit Zuzahlungsnachlässen oder Prämien verbinden.

Kombinationsleistungen

Pflegebedürftige erhalten Leistungen bei häuslicher Pflege in Form von Pflegegeld oder Pflegesachleistungen durch zugelassene Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus können beide Leistungsarten kombiniert in Anspruch genommen werden.

Eine Pflegekraft vom Pflegedienst kann die morgendliche Pflege wie beispielsweise das Aufstehen, das Duschen und die Zubereitung des Frühstücks übernehmen. Bei den weiteren Pflegetätigkeiten während des Tages kann ein Angehöriger behilflich sein. So kann der Pflegebedürftige dementsprechend anteilig Pflegegeld und Pflegesachleistung in Anspruch nehmen.

In welchem Verhältnis die Pflegeperson Geld- und Sachleistungen kombinieren möchte, muss grundsätzlich für sechs Monate festgelegt werden. Erhöht sich der Bedarf an Sachleistungen oder tritt eine andere wesentliche Änderung in der Pflegesituation ein, ist auch eine vorzeitige Änderung möglich.

Kurzzeitpflege

Reicht eine teilstationäre Pflege nicht aus, können die Kosten für eine Kurzzeitpflege (bis zu vier Wochen im Jahr) als Übergangslösung übernommen werden: Wenn z. B. nach schweren Operationen der Aufenthalt in der eigenen Wohnung allein noch nicht möglich ist oder wenn sich die Pflegebedürftigkeit kurzfristig verschlimmert.

Für einen Höchstbetrag von 1.432,00 Euro (ab 01.07.08 - 1 470 Euro) werden die pflegebedingten Aufwendungen, die soziale Betreuung und die medizinische Behandlungspflege finanziert.

MDK

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Im Auftrag der Pflegekassen überprüft der MDK, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welche Stufe der Pflegebedürftigkeit vorliegt. Die Leistungsentscheidung trifft die Pflegekasse unter maßgeblicher Berücksichtigung des Gutachtens des MDK. Im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen ist der MDK darüber hinaus auch für die Qualitätsprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zuständig.

MVZ

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind Einrichtungen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete. Sie bieten für die Patientinnen und Patienten eine besondere medizinische Versorgungsqualität aus einer Hand: eine enge Zusammenarbeit aller an der Behandlung Beteiligten und eine gemeinsame Verständigung über Krankheitsverlauf, Behandlungsziele und Therapie.

MVZ eignen sich besonders gut für die Zusammenarbeit mit sonstigen Leistungserbringern, zum Beispiel mit ambulanten Pflegediensten oder Therapeuten. So können die einzelnen Teilschritte der Versorgungskette besser miteinander verzahnt werden. Die Medikationen werden besser abgestimmt und Doppeluntersuchungen vermieden.

Pflegebedürftigkeit

Menschen sind im Sinne der Pflegeversicherung pflegebedürftig, wenn sie wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens (z.B. Waschen oder Nahrungsaufnahme) für mindestens sechs Monate in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Siehe auch Pflegestufe.

Pflegegeld

Wird die Pflege durch Angehörige, Nachbarn oder Freunde sichergestellt, zahlt die Pflegekasse ein Pflegegeld an den Pflegebedürftigen. Diesem steht es frei, das Pflegegeld als Anerkennung an die Pflegeperson weiterzugeben.

Grundsätzlich ist Pflegegeld, das an einen bspw. Familienangehörigen gegeben wird, kein Einkommen im steuerrechtlichen Sinne.

Das Pflegegeld beträgt maximal je Kalendermonat

in Pflegestufe I = 205,00 Euro; ab 01.07.08 215 €
in Pflegestufe II = 410,00 Euro; ab 01.07.08 420 €
in Pflegestufe III = 665,00 Euro.ab 01.07.08 675 €

Pflegegutachten

Schriftliche Einschätzung anhand eines Formulars, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDK nach einer Begutachtung ihre Bewertung im Hinblick auf die Pflegebedürftigkeit abgeben. Am Ende erfolgt die Empfehlung zu einer Zuordnung in eine (oder keine) Pflegestufe. Das Gutachten wird vom MDK an die zuständige Pflegekasse weitergeleitet, die dann über den Antrag auf die Zuordnung zu einer Pflegestufe entscheidet.

Pflegehilfsmittel

Die Pflegekasse übernimmt auch die Kosten für Pflegehilfsmittel und technische Hilfen, um die Pflege zu erleichtern, die Beschwerden des Pflegebedürftigen zu lindern oder ihm eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen. Handelt es sich um Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z. B. saugende Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe oder Mundschutz), so stehen hierfür monatlich bis zu 31,00 Euro zur Verfügung. Technische Hilfen (wie z. B. Pflegebetten) werden in der Regel leihweise angeboten. Eine Zuzahlung ist hierbei nicht vorgesehen. Zu den technischen Hilfen zählen auch Hausnotrufsysteme. Dabei handelt es sich um elektronische Meldesysteme, mit denen in Notsituationen über einen so genannten Funkfinger ein Notruf an eine Notrufzentrale gesendet wird. Das Hausnotrufsystem ist von den Pflegebedürftigen/den Angehörigen bei der Pflegekasse zu beantragen. Dafür steht dem Pflegebedürftigen eine monatliche Pauschale von 17,90 Euro zu.

Pflegekurse/ -schulungen

Angehörige, die einen Pflegebedürftigen über einen langen Zeitraum pflegen, sind häufig körperlich und psychisch belastet. Es fehlen ihnen oftmals spezielle pflegerische Fähigkeiten, die für die zu bewältigenden Aufgaben notwendig sind. Dafür bietet die Pflegekasse für Pflegepersonen kostenlose Schulungen an.

Die allgemeinen Pflegekurse bieten die Möglichkeit, Kenntnisse in der Grundpflege theoretisch und praktisch zu erlernen. Es werden Grundkenntnisse vorbeugender Maßnahmen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen vermittelt.

Pflegesachleistungen

Möchten Pflegebedürftige in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, können sie die häusliche Pflege als Sachleistung durch einen zugelassenen Pflegedienst erhalten. Geeignete Pflegekräfte übernehmen die erforderliche Grundpflege (beispielsweise die Körperpflege, Hilfen bei der Aufnahme von Nahrung oder beim An- und Auskleiden) und die hauswirtschaftliche Versorgung (beispielsweise Reinigen der Wohnung oder Wäschewaschen).

Wenn der gewählte Pflegedienst die Vergütung mit der Pflegekasse vereinbart und die häusliche Pflege übernimmt, so können mit der Pflegekasse pro Kalendermonat folgende Beträge abgerechnet werden:

in Pflegestufe I = 384 Euro; ab 01.07.08 - 420 €
in Pflegestufe II = 921 Euro; ab 01.07.08 - 980 €
in Pflegestufe III = 1.432 Euro; ab 01.07.08 - 1470 €

Pflegestufen

Pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes sind Personen, die wegen einer Krankheit oder Behinderung bei der Ernährung, der Mobilität, der Körperpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer – voraussichtlich für mindestens 6 Monate – in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen ( § 14 Abs. 1 SGB XI). Entsprechend des Umfangs des Hilfebedarfs werden die Pflegebedürftigen einer von drei Pflegestufen zugeordnet. Je nach Pflegestufe unterscheidet sich auch die Höhe der Leistungen. Der Versicherte hat die Möglichkeit gegen die Entscheidung seiner Pflegekasse Widerspruch einzulegen.

Pflegestufe 1
– erhebliche Pflegebedürftigkeit
Erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens einmal täglich erforderlichen Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Grundpflege. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand, muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.

Pflegestufe 2
– Schwerpflegebedürftigkeit
Schwerpflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens dreimal täglich zu verschiedenenTageszeiten erforderlichen Hilfebedarf bei der Grundpflege. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen

Pflegestufe 3
– Schwerstpflegebedürftigkeit
Schwerstpflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der Hilfebedarf so groß ist, dass der konkreteHilfebedarf jederzeit gegeben ist und Tag und Nacht anfällt (Rund-um-die-Uhr).
Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen müssen.

Pflegetagebuch

Eine schriftliche Aufzeichnung pflegerischer Tätigkeiten zur Vorbereitung auf den Hausbesuch des Medizinischen Dienstes. In Bezug auf die Pflege sollte darin stehen,

  • wer pflegt,
  • was genau gemacht wird,
  • wie lange die Hilfestellungen dauern,
  • wie häufig geholfen wird und
  • welche besonderen Schwierigkeiten bei der Pflege vorhanden sind.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Die Aufgabe der Pflegeversicherung ist es, das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit abzusichern und Pflegebedürftigen trotz ihres Hilfebedarfs ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung: Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung sind zugleich in die soziale Pflegeversicherung einbezogen, Versicherte der privaten Krankenversicherung müssen eine private Pflegeversicherung abschließen. Träger der Pflegeversicherung sind die bei den Krankenkassen errichteten Pflegekassen.

Die Pflegeversicherten haben u.a. Anspruch auf Dienst-, Geld- und Sachleistungen, insbesondere im Rahmen der häuslichen Pflege, z.B. Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegehilfen sowie Pflegehilfsmittel und technische Hilfen, außerdem Tages- und Nachtpflege sowie Kurzzeit- und vollstationäre Pflege.

Prävention

Prävention bedeutet Vorbeugung: Die meisten Krankheiten sind nicht angeboren, sondern im Laufe des Lebens erworben. Jeder hat die Chance, möglichen Erkrankungen aktiv vorzubeugen. Vor allem natürlich durch regelmäßige Bewegung, richtige Ernährung und ausreichend Erholung. Neben dem individuellen Verhalten kann aber auch durch Veränderungen in der Lebenswelt, beispielsweise durch Gesundheitsangebote im Stadtteil oder im Betrieb, ein Beitrag geleistet werden, um Krankheitsrisiken zu verringern. Auf diese Weise kann auch die Entstehung chronischer Krankheiten vermieden werden. Darüber hinaus lassen sich durch Impfungen bestimmte Krankheiten verhindern.

Wer aktiv vorbeugt und lange gesund bleibt, hat einen großen Gewinn für seine Lebensqualität. Patienten können daher im Rahmen von Bonusprogrammen der gesetzlichen Krankenkassen für gesundheitsbewusstes Verhalten finanziell belohnt werden.

Tages- und Nachpflege

In manchen Fällen können pflegebedürftige Personen zwar in ihrer eigenen Wohnung leben, eine fachgerechte Pflege ist aber nicht möglich, weil z. B. auch nachts eine ständige Betreuung nötig ist. Die Pflegekasse bezahlt dann eine entsprechende teilstationäre Pflege in einer Einrichtung der Tages- oder Nachtpflege einschließlich der notwendigen medizinischen Behandlungspflege, der sozialen Betreuung und der Transportkosten.

Die Höchstbeträge hierfür liegen zurzeit

in Pflegestufe I = 384 Euro; ab 01.07.08 - 420 €,
in Pflegestufe II = 921 Euro; ab 01.07.08 - 980 €,
in Pflegestufe III = 1.432 Euro; ab 01.07.08 - 1470 €.

Verhinderungspflege

Die häusliche Pflege kann unter Umständen nicht oder nicht ausreichend sichergestellt werden. Die Pflegeperson, zum Beispiel ein Familenangehöriger oder Nachbar kann beispielsweise durch Krankheit ausfallen oder durch Urlaub verhindert sein. In diesem Fall übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die Ersatzpflege. Grundsätzlich besteht je Kalenderjahr ein Leistungsanspruch für längstens vier Wochen und maximal 1.432 Euro. Pflegebedürftige, die in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten, können sich für eine Person ihres Vertrauens entscheiden. Sie können ebenfalls ambulante Pflegeeinrichtungen, wie zum Beispiel Pflegedienste, in Anspruch nehmen.

Vollstationäre Versorgung

Die Pflegeversicherung stellt für Pflegebedürftige auch Zuschüsse zur Pflege in vollstationären Einrichtungen zur Verfügung. Wenn keine Angehörigen oder Nachbarn die Pflege zu Hause übernehmen können oder aber der Umfang der Pflege eine stationäre Pflege erforderlich macht.

Grundsätzlich gilt in der Pflegeversicherung: "ambulant vor stationär". In einigen Fällen aber ist die häusliche Pflege nicht mehr möglich, dann hat der Pflegebedürftige Anspruch auf Betreuung in einer zugelassenen, vollstationären Pflegeeinrichtung.

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